Fleischauswahl: Setzen Sie auf Vielfalt und Qualität
Für eine schöne Wurstplatte wählen Sie fünf Wurstsorten oder mehr. Beginnen Sie mit Rohschinken, Trockenwurst und einer Terrine oder Rillettes. Ergänzen Sie anschließend ausgefallenere Stücke. Handwerklich hergestellte Wurstwaren sind dabei immer eine sichere Wahl. Hier einige Ideen:
Mit der Vielfalt der Geschmäcker spielen
Wählen Sie zunächst eher klassische Wurstwaren mit Fleischsorten, die allen schmecken: Rohschinken, reine Schweinefleischwurst, Landterrine … Verfeinern Sie Ihre Platte anschließend mit:
- aromatisierten Stücken wie Salami mit Walnüssen, mit Bleu d’Auvergne (Blauschimmelkäse) oder mit Kräutern der Provence, oder auch einer Terrine mit Cantal-Käse;
- würzigen Stücken wie Fuet mit Chili (dünne katalanische Trockenwurst), Salami mit Pfeffer oder Chorizo;
- anderen Fleischsorten, etwa einer Kaninchenterrine oder einer korsischen Wildschweinsalami;
- unterschiedlichen Geschmäckern und Texturen, indem Sie zum Beispiel den schmelzenden, aber kräftigen Geschmack des Gros Bridé (dick abgebundene Rohwurst), das trockenere Innere einer Saucisse courbe (gebogene Trockenwurst) und den charaktervollen Figatellu (korsische Wurstspezialität) miteinander kombinieren.
Kleiner Tipp: Korsische Wurstwaren sind ein echter Trumpf für Ihre Platte. Die Stücke werden geräuchert, was ihnen einen einzigartigen Geschmack und Duft verleiht.
Eine regionale Platte zusammenstellen

Eine weitere Idee für eine schöne Wurstplatte: Stellen Sie eine Auswahl an regionalen Spezialitäten zusammen.
Für eine Platte aus der Ardèche ist der Saucisson mit IGP-Siegel unverzichtbar: Gros Bridé, gebogene oder gerade Trockenwurst – Sie haben die Wahl. Sie können auch auf die typischen aromatisierten Produkte setzen: Gros Bridé mit Saint-Joseph (Rhône-Wein), Pastete mit Walnüssen oder Salami mit Beaufort-Käse.
Für eine Wurstplatte mit südfranzösischem Charakter präsentieren Sie die Produkte aus der Ardèche und ergänzen sie um eine Salami mit Kräutern der Provence und eine Perche de l’Aveyron (Spezialität aus dem Aveyron).
Für eine exotischere Platte setzen Sie auf korsische Wurstwaren: Figatellu, Lonzu und Coppa, dazu eine korsische Trockenwurst und eine Wildschweinsalami.
Mit der Vielfalt der Formen spielen
Eine schöne Wurstplatte zusammenzustellen heißt auch, mit der Optik zu spielen. Setzen Sie auf Kontraste, indem Sie große und kleine Scheiben kombinieren. Sie können die Würste auch schräg aufschneiden.
Wechseln Sie Scheiben von Bridé, Fuet und Walnuss-Salami ab und bewundern Sie das Ergebnis. Ergänzen Sie Schinken, Sarments oder Grignottes (kleine Wurstspezialitäten zum Knabbern), und die Platte wird unwiderstehlich.
Kleiner Tipp: Wenn Sie sich das Grübeln sparen möchten, wählen Sie eine unserer Boxen. Jede enthält bereits mehrere Wurstsorten, die Sie einfach anrichten und Ihren Gästen servieren können – ganz ohne Fehlgriff.
Die passenden Beilagen zu Ihrer Wurstplatte
Wer Wurstplatte sagt, sagt Beilagen. Auch wenn Saucisson und Rillettes für sich allein schon vollkommen genügen, schmeckt es mit weiteren Aromen noch besser.
Getoastetes Brot ist unverzichtbar, wenn Sie eine Terrine oder eine Pastete servieren. Für mehr Geschmack können Sie zu Sesambrot greifen. Ergänzen Sie Salzgebäck (Cracker) oder Chips, wenn Ihre Gäste solche Knabbereien mögen.
Außerdem verleiht eine gute Auswahl an Obst und Gemüse Ihrer Platte eine originelle Note und mehr Substanz.
Sie können auf Bitteres oder Säuerliches setzen
Dann bilden Cornichons und Oliven den klassischen Kontrast zum Fett des Fleisches. Sie können aber auch mit Grapefruitspalten überraschen. Und wenn es noch pikanter sein soll: Warum nicht mit Chili gefüllte Oliven servieren?
Die Süße von Obst der Saison für eine süß-herzhafte Platte
Im Sommer passt Melone perfekt zum Schinken, während Ananas hervorragend mit würzigen Salamis harmoniert. Nutzen Sie ruhig die Süße von Pfirsichen und Aprikosen, um den vollen Geschmack der handwerklich hergestellten Wurst zur Geltung zu bringen. Auch anderes Obst der Saison wie Himbeeren oder Brombeeren passt bestens zu Ihrer Platte.
Feigen und Äpfel passen zu fast allem und bringen Biss auf die Platte. Auch Weintrauben sind sehr vielseitig.
Nüsse, eine manchmal unterschätzte sichere Wahl
Haselnüsse, Cashewkerne, Pistazien und Mandeln verleihen Ihrer Platte eine ganz neue Fülle. Wenn Sie zwischen zwei Bissen Wurst ein paar Nusskerne knabbern, kommt der volle Geschmack erst richtig zur Geltung.
Gemüse: eine große Auswahl an Farben und Aromen
Ein einfacher grüner Salat und Kirschtomaten peppen Ihre Platte auf, wenn Sie wenig Zeit für die Vorbereitung haben. Geraspelte Karotten und gekochter Spargel oder auch Brokkoli und Paprika bringen Farbe auf die Platte.
Für mehr Raffinesse denken Sie an Pilze mit Petersilie, getrocknete Tomaten, Gemüse-Chutney oder gegrillte Zucchini und Auberginen.
Die Saucen, auf keinen Fall vergessen
Mayonnaise bleibt die vielseitigste Sauce überhaupt, doch es gibt weitere interessante Optionen: Sauce tartare, Pilzpastete mit Frischkäse verrührt oder sogar Guacamole. Je nach Zusammenstellung Ihrer Platte können Sie auch mehrere Saucen anbieten.
Käse, ein Muss
Wie bei der Wurst gilt: Präsentieren Sie verschiedene Käsesorten, Hart- oder Weichkäse, kräftiger oder milder … Wenn Ihnen die Ideen ausgehen, beschränken Sie sich auf das Wesentliche: Mozzarella, Camembert und Roquefort.
Wenn Sie ein Raclette zubereiten, brauchen Sie Ihrer Wurstplatte keinen Käse hinzuzufügen. Dann benötigen Sie auch keine große Auswahl an Fleischsorten. Schinken und Salami genügen völlig – vorausgesetzt, Sie wählen Qualitätsprodukte.
Eine sorgfältige Präsentation für eine unwiderstehliche Platte
Für zwei oder drei Personen zum Aperitif reicht eine einzige mittelgroße Platte. Sie können zum Beispiel eine runde Schieferplatte wählen, für einen schicken Bistro-Stil. Wenn Sie mehrere Gäste haben, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen:
- Eine große Platte, die für einen Aperitif mit bis zu etwa sechs Personen geeignet ist;
- Mehrere kleinere Platten, wenn Sie mehr Gäste haben, damit alle gut herankommen.
Für eine schöne Wurstplatte müssen Sie die Zutaten anschließend nur noch mit Kontrast anordnen: Wechseln Sie Schinkenscheiben und Salamischeiben mit Obstwürfeln und Gemüsesticks ab. Legen Sie die Käsescheiben dazu und füllen Sie den restlichen Platz mit Nüssen – fertig.
Zu besonderen Anlässen dürfen es auch fantasievollere Präsentationen sein, zum Beispiel eine Wurstauswahl in Form eines Weihnachtsbaums.
Die kleinen Saucenschälchen können Sie auf die Platten stellen (bei einer runden Platte in die Mitte) oder daneben: Das hängt vom verfügbaren Platz ab.
Praktische Fragen: Mengenberechnung, Vorbereitung der Wurstplatte und Getränke
Wenn Sie die Wurstplatte als Aperitif servieren, genügen etwa 80 g Fleisch pro Person. Handelt es sich um ein Cocktail-Buffet, rechnen Sie mit der doppelten Menge.
Achten Sie bei der Vorbereitung Ihrer Wurstplatte darauf, die Zutaten früh genug herauszunehmen. Sie sollten zum Verzehr Zimmertemperatur haben. Das gilt auch und besonders für den Käse, der weder zu hart noch zu weich sein darf.
Wenn Sie Ihre Wurstplatte sitzenden Gästen servieren, können Sie relativ große Stücke anrichten und ein Messer dazulegen. Bei einem Stehempfang schneiden Sie dagegen besser alles vorab in mundgerechte Stücke. So müssen Ihre Gäste nur noch mit einer Hand von der Platte nehmen und halten mit der anderen ihr Getränk.
Apropos Getränke: Ein gutes Glas Wein bleibt der beste Begleiter einer Wurstplatte. Sie können aber auch zu handwerklich gebrautem Bier greifen, klassisch und erfrischend. Ein helles Bier kommt bei allen an, und wenn Sie Ihre Gäste gut kennen, dürfen Sie auch eine originellere Sorte anbieten, etwa ein Gratte-cul oder ein Session IPA.